Vorgestellt | Jens vom Hiking Blog

Im Rahmen meiner Interviewreihe „Vorgestellt“ habe ich Jens vom Hiking-Blog für ein Interview gewinnen können.

Hallo Jens! Magst Du Dich kurz vorstellen?

Gerne. Meine Name ist Jens und ich schreibe auf dem Hiking Blog über Outdoor-Themen.

Ich bin 38 Jahre alt, arbeite als Elektroingenieur im Produktmanagement und wohne in Dortmund, Deutschland.

Gibt es in einer Großstadt wie Dortmund denn überhaupt Outdoor-Möglichkeiten?

Dortmund ist mit fast 600.000 Einwohnern die größte Stadt des Ruhrgebietes und blickt auf eine bedeutende 1100- jährige Vergangenheit als Reichs- und Hansestadt zurück. Was viele nicht vermuten: Dortmund ist eine grüne Großstadt, denn fast die Hälfte des Stadtgebietes besteht aus Grün- und Parkanlagen. Die Nähe zu attraktiven Naturregionen und zum Deutschen Mittelgebirge machen die Stadt zu einem idealen Ausgangspunkt für Outdooraktivitäten.

Wenn Du Dich in einem Wort beschreiben sollst, welches trifft es am besten?

Aktiv.

Seit wann interessierst Du Dich für das Thema Outdoor?

Als Kind und Jugendlicher habe ich fast meine ganze Freizeit draußen mit Spielen verbracht. Für mich gab es nichts Schöneres als in der Natur zu sein und daran hat sich bis heute nichts geändert.Schon als Kind sind meine Eltern mit mir in den Urlaub zum Wandern ins Allgäu gefahren. Für mich gab es bereits damals nichts schöneres, als draußen in der Natur und in den Bergen zu wandern. Dabei waren für mich als Kind immer drei Dinge wichtig: Ich musste einen Stock haben, ich wollte auf einer Alm eine Leberknödelsuppe essen und es durfte nicht auf dem gleichen Weg zurück gehen. Letzteres hat sich bis heute nicht geändert.

Was bedeutet Outdoor für Dich?

Outdoor bedeutet für mich, die Natur hautnah mit allen Elementen zu erleben – egal ob bei Sonnenschein, Regen oder Schnee. Mich zu bewegen, Neues zu erkunden und den Herausforderungen der Natur zu stellen, ist für mich ein idealer Ausgleich zum Alltag. Ich finde es immer erstaunlich, wie schnell ich in der Natur zur Ruhe komme und entspannen kann. Mich fasziniert, welche großen und kleinen Wunder die Natur bereit hält und wie vielfältig das Leben ist. Man muss sich nur ein wenig Zeit nehmen und genau hinschauen.

Wie viel Zeit verbringst Du draußen?

So viel wie möglich, soweit es mein Beruf und meine Familie zu lassen. Ich versuche zwei mal in der Woche draußen zu laufen oder mit dem Mountainbike zu fahren. Mindestens einmal im Monat nehme ich mir einen Tag Zeit für eine längere Wandertour. Wobei draußen sein für mich auch nicht immer bedeutet, etwas Besonderes oder Aufregendes zu machen. Denn auch unspektakuläre Dinge in der Natur, wie z.B. ein Spaziergang, können sehr schön sein.

Was war Dein bisher spannendstes Outdoor-Erlebnis?

Mein spannendstes Outdoor-Erlebnis war als Kind eine Wanderung mit meinem Vater auf den Aggenstein in den Allgäuer Alpen. Das ist ein 1.986 Meter hoher Berg und ich werde nie den Moment vergessen, als wir den anstrengenden Aufstieg geschafft hatten und wir oben auf dem Gipfel angekommen sind. Ich war stolz es geschafft zu haben und dass mein Vater mir den Aufstieg zugetraut hat. Nur noch der Himmel war über uns und dazu der einmalige Ausblick. Dieses Erlebnis werde ich nie vergessen.

In der jüngsten Vergangenheit gehört sicherlich meine erste Klettersteigtour zu einem meiner spannendsten Outdoor-Erlebnisse. Die Klettersteigtour war anstrengend und eine große Herausforderung, aber auch eine tolle Erfahrung für mich. An meine Grenzen zu kommen und diese zu überwinden war ein unbeschreibliches Gefühl. Ansonsten finde ich aber, das jede Tour etwas besonderes hat, an das man sich gerne erinnert.

Wie sieht Deine persönliche Outdoor-Traumtour aus?

Eine persönliche Outdoor-Traumtour habe ich eigentlich gar nicht. Mich zieht es nicht zu weit entfernten, exotischen Zielen. Bei meinen Wandertouren steht das Naturerlebnis im Vordergrund. Wenn die Tour auf möglichst naturbelassenen, schmalen Pfaden verläuft und durch eine unberührte Natur führt, kommt das meiner persönlichen Outdoor-Traumtour schon sehr nahe.

Ich träume aber trotzdem von einer Wanderung durch die Lavendelfelder in der Provence zur Blütezeit oder von einer Hüttentour durch die Berge. Auch eine Wanderung auf einem der „Great Walks“ durch Neuseeland würde mich reizen. Trotzdem ist das aber nichts, was ich unbedingt gemacht haben muss. Aber Träume sollte man dennoch haben.

Wie bist Du denn zum Bloggen gekommen?

Anfang 2010 habe ich mit dem bloggen angefangen. Damals noch in meinem persönlichen Blog der unter meinem Namen lief. Dort habe ich über alle möglichen Themen geschrieben. Über Dinge, die mich beschäftigen, interessieren oder ärgern. Über Dortmund, Filme, Social Media bis hin zu Outdoor-Bekleidung und Wandertouren. Doch nach ein paar Monaten habe ich gemerkt, dass mir die Outdoorthemen am meisten Spaß machen. Nach und nach ist dann in mir der Gedanke gereift, parallel einen Outdoor-Blog zu starten. Das war die Geburtsstunde von Hiking Blog.

Welchen Schwerpunkt haben Deine Artikel oder über was schreibst Du am liebsten?

Die Schwerpunkte meiner Artikel sind Praxistests und Tourenberichte. Ich schreibe eigentlich am liebsten über die Touren, die ich gemacht habe. Denn das bietet die Möglichkeit, die Tour noch mal Revue passieren zu lassen und in Erinnerung zu schwelgen. Außerdem wird das Erlebte festgehalten und die Details geraten nicht in Vergessenheit.

Außerdem schreibe ich auch gerne Testberichte. Als Ingenieur faszinieren mich die Technologien und die anwendungsorientierten Konzepte, mit denen sich die Hersteller immer wieder etwas Neues einfallen lassen.

Welches sind Deine drei gelungensten Artikel?

Was die Seitenaufrufe angeht, zählt mein Testbericht der ultraleichten Minimus Jacket von Montane zu den erfolgreichsten. Dicht gefolgt von meinem Tourenbericht durch die Elfringhauser SchweizMein persönlicher Lieblingsartikel ist aber ein Artikel mit der Überschrift „Wieso nicht auch den Alltag zum Abenteuer machen?„, weil er sehr gut mein Lebensgefühl und meine Einstellung zum Thema Outdoor wieder gibt.

Wie viel Zeit investierst Du in Deinen Blog?

Das kann ich gar nicht genau sagen. Wer zählt bei seinem Hobby schon die Stunden, die er damit verbringt? Genau das macht ein Hobby ja auch aus.

Und wieviele Leser hat Dein Blog?

Mein Blog hat im Monat im Durchschnitt ca. 3000 Besucher.

Wow, das ist eine Menge! Nutzt Du auch andere Plattformen im Web?

Hiking Blog ist bei Facebook und Google+ mit einer eigenen Seite vertreten und auch bei Twitter bin ich aktiv.

Ich nutze die drei aus voller Überzeugung. Für mich stellt Social Media eine echte Bereicherung da und hat meine Art der Kommunikation verändert. Ich nutze die sozialen Netzwerke um meine oder andere interessante Beiträge bekannt zu machen, aber auch um mich zu informieren und mit Gleichgesinnten Erfahrungen, Meinungen oder Informationen auszutauschen. Mittlerweile bin ich gut vernetzt und verschaffe mir viele Informationen und Wissen über Facebook und Co.

Daneben benutze ich Social Hiking, ein Geoblogging-Tool, mit dem ich meine Touren aufzeichne und live im Internet auf einer Karte anzeigen lasse. Interessierte können so die Tour in Echtzeit im Internet verfolgen. Gerade für Outdoor-Blogger oder Outdoorer mit Affinitäten für soziale Netzwerke bietet Social Hiking eine schöne Möglichkeit, beide Welten zu verbinden.

Welche Rolle spielen Blogs aus Deiner Sicht in der Outdoorbranche?

Ich habe den Eindruck, dass Blogs in der Outdoorbranche eine immer größere Rolle spielen. Denn unabhängige Blogs informiert im Idealfall offen, ehrlich und glaubwürdig sowie zielgenau über Outdoor-Produkte. Sie geben eigene Erfahrungen wieder und geben wertvolle Tipps. Damit schaffen Blogs einen echten Mehrwert.

Immer mehr Outdoor-Marken haben die Wichtigkeit der Markenkommunikation über die soziale Netzwerke erkannt und tragen mit einem eigenen Corporate Blog und ihren Aktivitäten bei Facebook, Google+ und Twitter dem veränderten Kommunikationsverhalten ihrer Zielgruppe Rechnung.

Blogs sind aus meiner Sicht aus der Outdoorszene nicht mehr wegzudenken. Mittlerweile gibt es viele gute, unabhängige Outdoorblogs mit richtig guten Artikeln. Immer mehr Outdoorer unterhalten und diskutieren über Ausrüstung, Bekleidung und Touren in Blogs, Foren oder bei Facebook, Google+ und Twitter.


Wohin geht die Reise mit Deinem Blog?

Grundsätzlich möchte ich den Blog so weiterführen wie bisher. Den Fokus werde ich dabei nach wie vor auf die Sachen und Themen legen, die ich selbst interessant und spannend finde. Die Schwerpunkte werden daher neben meinen Touren- und Testberichten weiterhin Artikel über Ausrüstung, Bekleidung, Ernährung, Technik und Tipps im Bereich Outdoor sein.

Dem Thema Natur- und Umweltschutz habe ich seit Anfang diesen Jahres einen breiteren Raum eingeräumt. In regelmäßigen Abständen werde ich deshalb, eine in meinen Augen unterstützenswerte Organisation, mit einem Projekt vorstellen und mit einem Banner dafür kostenlos werben.

Außerdem habe ich mir vorgenommen, den Anteil von Gastartikeln zu erhöhen, um die Themenvielfalt zu erweitern – Ideen und Autoren sind daher immer herzlichen willkommen!

Jens, vielen Dank für das spannende Interview und weiterhin viel Erfolg mit dem Hiking Blog!


One Response to “Vorgestellt | Jens vom Hiking Blog”

  1. Jens und sein Hiking-Blog sind echt eine Klasse für sich 🙂

    Freue mich auf die nächsten Vorstellungen!

    Alles Liebe & viel Spaß im Freien

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