Schneeschuhwanderung im Alpstein

Als wir bei 15 Grad mit Schneeschuhen am Rucksack zu unserer ersten Schneeschuhtour im Alpstein losliefen, haben wir von überall  ungläubige Blicke geerntet. Und zwischendurch kamen uns selbst Zweifel an unserem Optimismus – jedoch zu unrecht, wie sich zeigen sollte.

Samstag

Föhnsturm über den ChurfirstenVon Wildhaus aus ging es erst einmal bei Sonnenschein und 15 Grad durch den Flürentobel hoch ins Teselalptal. Kurz hinter der Teselalp bog der Weg nach links ab in Richtung Zwinglipasshütte. Über einige Serpentinen stiegen wir immer höher bis wir kurz über 1800 Meter in die ersten Schneefelder kamen. Ohne unsere Schneeschuhe wäre es nun wirklich mühsam geworden, also legten wir diese an und stiegen weiter auf bis zur Zwinglipasshütte auf 1999 Meter. Mittlerweile war schon ziemlich Zeit vergangen, weshalb wir leider auf ein z’Vieri in der Zwinglipasshütte verzichten mussten.

Weiter ging es über den Zwinglipass hinunter Richtung Fählensee. Oben am Pass hat es Karstgestein mit vielen Spalten und Löchern. Etwas heikel und mit vielen Einbrüchen in Schneelöcher trotz Schneeschuhe brauchten wir eine gute Weile bis hinab zur Fählenalp. Der Weg entlang des Fählensees war immer noch eingeschneit, also mussten wir mühsam spuren.

Blick zum FählenseeGerade noch rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit erreichten wir dann unser Tagesziel, die Hundsteinhütte, SAC. Dort wurden wir von den Hüttenwarten Ruth und Paul wie alte Bekannte begrüsst. Die Hundsteinhütte ist allein schon wegen der beiden eine Übernachtung wert!

Sonntag

Die ganze Hundsteinhütte hatte wegen der Zeitumstellung verschlafen und so kamen wir erst um 8 Uhr zum Frühstücken. Kurz darauf ging es schon weiter hinab zum Sämtisersee und zum Plattenbödeli. Zwar spürten wir den Vortag noch in den Beinen, aber den Besuch auf dem Hohen Kasten wollten wir uns nicht nehmen lassen.

WidderalpstöckZum Glück war der meiste Schnee schon weggeschmolzen. Bis auf die etwas heikle Querung unterhalb der Gondel kamen wir gut dann voran. Bei der Umrundung der Bergspitze wurden wir vom Föhnsturm begrüsst, welcher uns glatt aus dem Gleichgewicht wehte. Dafür hatten wir von der Spitze aus einen fantastischen Rundblick über die Alpenkette und das Bodensee-Vorland. Hinab ins Tal ging es knieschonend mit der Gondel.

Auch wenn wir die meiste Zeit auf schneefreien Wegen laufen konnten, waren wir heilfroh, die Schneeschuhe dabei gehabt zu haben. Ansonsten wäre es eine anstrengende Überquerung des Zwinglipasses geworden. Für eine Wanderung im frischen Neuschnee müssen wir uns allerdings noch etwas gedulden.

Vielen Dank an Timo für die Organisation der Tour und den Rest der Truppe für die zwei schönen Tage!


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