Mit dem Wohnmobil durch Alaska

Während es die meisten Familien im Urlaub gen Süden zieht, hat mein Kumpel Jörg mit seiner Familie lieber kältere Gefilde erkundet. Auf seiner 10-tägigen Reise quer durch Alaska erlebte er die Faszination unberührter Natur. Seine Beschreibungen waren so faszinierend, dass ich ihn bat, einen kleinen Reisebericht darüber zu verfassen. Et voilá!

Nach langer Diskussion, wo der diesjährige Familienurlaub nun hingehen sollte, entschlossen wir uns für eine Tour durch Alaska auf eigene Faust. Grund dafür war die einmalig schöne Natur, die malerische Kulissen bietet, wie wir im Fernsehen sahen. Flüge in die USA haben wir hier günstig gefunden und auch unser Wohnmobil haben wir bereits von Zuhause aus gemietet. Somit waren die Vorbereitungen schnell abgeschlossen und schon ging es los.

Vom Frankfurter Flughafen aus brauchten wir mit einem Zwischenstopp zirka 16 Stunden bis nach Anchorage. Zwar war es schön, mit der Sonne zu fliegen und so scheinbar keine Zeit zu verlieren, doch das Jetlag lässt sich nicht leugnen. Daher sollte man nicht gleich auf Achse gehen, sondern erst einmal in ein Hotel ziehen. Wir sind dann erst am nächsten Tag – frisch, fromm, fröhlich, frei – gestartet.

Anchorage – eine atemberaubende Metropole

An sich sind wir eher Freunde der Ruhe und halten daher vom Städtetrubel überhaupt nichts. Allerdings nutzen wir die Gelegenheit, uns ein wenig über die Kultur und Tradition Alaskas zu informieren und besuchen das National Heritage Zentrum in Anchorage. Dort erklärten junge Mitglieder der „First Nations“ (die politisch korrekte Bezeichnung für die Ureinwohner Alaskas) die einzelnen Ausstellungsstücke und brachten uns auf authentische Weise ihre Kultur näher. In Anchorage lebt die Hälfte aller Einwohner von Alaska und das merkt man auch – an Natur ist kaum zu denken.

Nach Norden oder nach Süden?

Von Anchorage aus hat man nur die Möglichkeiten, entweder nach Norden oder gen Süden aufzubrechen. Wir entscheiden uns doch für ein bisschen Süden und starten über den Seward Highway in Richtung Keinai-Halbinsel. In den Cugach Mountains machen wir einen kleinen Abstecher zum Portage-Gletscher. Vom Portage Lake aus gesehen, bietet sich uns ein atemberaubendes Bild. Man spürt das Gefühl von Ewigkeit und die Gewalt der Natur. Dann geht es unseren alten Pfad weiter nach Seward, einer kleinen, süßen Stadt am Resurrection Bay. Von dort aus erkunden wir das Harding Icefield, einem schier riesigen Gletschergebiet in den Kenai Mountains.

Natur pur!

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Die Gletscher des Harding Icefield sind ausschließlich über das Wasser erreichbar, also entscheiden wir uns für eine Bootstour in der frühen Morgenstunde. In einem etwas kleineren Boot für rund 20 Passagiere nehmen wir Platz und erwarten gespannt die Abfahrt. Anfangs ist es recht dunstig, sodass wir fürchten, diese Naturwunder gar nicht in ihrem ganzen Ausmaß erblicken zu können. Doch schon nach einiger Zeit klart es auf und wir sehen nicht nur 2000 Jahre altes Eis, sondern erblicken darüber hinaus Seeotter, Seelöwen, Buckelwale und Orcas. Sehr faszinierend ist es, diese Tiere in ihrer freien Wildbahn zu beobachten – völlig ungezwungen und frei.

Wer einmal wirklich unberührte Natur erleben möchte, der ist in Alaska an der richtigen Stelle. Auf dem Weg in entlegene Gebiete bieten sich atemberaubende Bilder, die man nie vergessen wird!


One Response to “Mit dem Wohnmobil durch Alaska”

  1. Der Bericht macht wirklich Lust auf Alaska, kann mir gut vorstellen wie beeindruckend es dort sein muss.

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