Überschreitung Weissmies und Lagginhorn

Der Weissmies und das Lagginhorn sind zwei wenig schwierige Hochtouren-Viertausender in den Walliser Alpen. Der niedrige Schwierigkeitsgrad, die sehr gute Erreichbarkeit sowie die tolle Aussicht, die Sie auf den Alpenbogen und die Po-Ebene bieten machen sie zu einem beliebten Ziel für Viertausender-Aspiranten.

Zum Abschluss der Hochtouren-Saison haben wir an einem wunderschönen, spätsommerlichen Wochenende den Weissmies überschritten und das Lagginhorn auf dem Normalweg bestiegen.

Samstag: Überschreitung Weissmies

Gipfelgrat-WeissmiesDie Allmagellerhütte bietet eine schöne Variante zur Besteigung des Weissmies, die gegenüber dem Normalaufstieg vom Bergrestaurant Hohsass aus wesentlich spassiger ist.

Von der Almagellerhütte aus geht es in ca. 1 Stunde zum Zwischenbergenpass. Von dort beginnt der SO-Grat, den man in leichter Kraxelei (II) bis zum Vorgipfel klettert. Von dort gilt es nur noch ein flaches Schneefeld sowie den kurzen Gipfelgrat zu queren, und man steht auf dem Gipfel des Weissmies (4’017 m).

Vom Gipfel aus geht es dann über den Normalweg die NW-Flanke hinunter zum Bergrestaurant Hohsass, wo bereits das Schnipo und ein Weissbier wartet. Ein sehr unterhaltsamer Weg, nicht nur wegen der imposanten Eismassen, sondern auch wegen der vielen Seilschaften die einem auf dem Normalweg entgegen keuchen.

Sonntag: Lagginhorn über Normalweg

Von der Weissmieshütte aus geht es über den nur noch kümmerlichen Lagginhorn-Gletscher und mehr oder weniger wegloses Gelände zum Beginn des WSW-Grats. Dieser ist wenig schwierig und in gutem Fels zu erklettern. Die Schlüsselstellen sind alle unschwer zu meistern, wobei wir allerdings wirklich optimale Verhältnisse hatten (bei Nässe/Glätte heikel).

Lagginhorn-WolkenmeerDie Besteigung des Lagginhorns ist – wie der Weissmies – bei guten Verhältnissen eine einfache Plaisir-Tour. Allerdings steigt man auf dem Normalweg wieder zurück, was eher mässig spannend ist. Als Alternative lässt sich das Lagginhorn daher auch vom Fletschhorn her überschreiten. Dies ist jedoch eine sehr lange Tour, welche eine entsprechend straffe Zeitplanung voraussetzt.

Für diese Variante waren wir an diesem Wochenende allerdings schlichtweg nicht motiviert genug. Wir sind – wie man auf den Fotos sieht – jedoch auch mit dem Normalweg auf das Lagginhorn voll auf unsere Kosten gekommen.

Alles in allem eine wunderbare und empfehlenswerte Hochtour zum Ausklingen der Hochtouren-Saison.

Weitere Bilder


One Response to “Überschreitung Weissmies und Lagginhorn”

  1. Hallo Andreas,
    tolle Bilder… Auf dem Weissmies war ich schon zweimal, vor 22 Jahren und im letzten Sommer. Die Blicke waren jedes Mal atemberaubend, besonders bei Sonnenschein und blauem Himmel.
    Obwohl ich eine gute Kondition im Tal habe, war die Tour für mich diesmal sehr anstrengend. Allerdings habe ich noch wenig Erfahrung mit Hochtouren. Wir haben uns nicht akklimatisiert, am Vormitag von München nach Saas Grund gefahren und gleich auf die Weissmieshütte aufgestiegen. Nach der schlaflosen Nacht war der Aufstieg auf den Gipfel um so schwieriger. Aber geschafft ist geschafft…
    LG
    Ina

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