Hochtour auf den Dom

Der Dom ist mit 4.545 Metern Höhe der höchste Berg, der vollständig auf Schweizer Boden steht. Das lernen schweizer Kinder schon in der Grundschule und war für uns mit ein Grund, ihn einmal zu besteigen.

Charakter: Hochtour WS
Dauer:
ca. 10 Stunden
Datum:
09. August 2008

Tag 1: Aufstieg zur Domhütte

Ausgangspunkt für die Hochtour auf den Dom war die Domhütte auf 2.940 Metern Höhe. Der blau markierte Alpin-Wanderweg dort hinauf war bereits ein echter Genuss, auch wenn es von Randa aus 1.500 Höhenmeter zu steigen galt.

outdoorblog.ch - Hochtour Dom Festigrat

Auf dem Weg zur Domhütte erhebt sich oberhalb der Baumgrenze eine schroffe Felswand, und wir fragten uns unweigerlich, wie es da wohl hinauf gehen mochte. Über einen steilen Weg mit zahlreichen Serpentinen und gesichert durch Eisenstifte, Drahtseile und Leitern erkletterten wir uns über teils ausgesetzte Passagen mit tollem Tiefblick den Weg zur Domhütte.

Die Hütte selbst thront unterhalb des Festigletschers und bietet bei gutem Wetter einen grandiosen Blick auf die 4000er rund um’s Mattertal. Im Sommer ist die Hütte bumsvoll und schnell ausgebucht – frühzeitiges Reservieren ist also angebracht. Sie bietet den üblichen Standard, allerdings war der Preis für eine 1,5l Flasche Mineralwasser mit 10 Franken happig und von allen Hütten die ich bisher besucht habe mit Abstand am höchsten.

outdoorblog.ch - Hochtour Dom FestigratTag 2: Hochtour auf den Dom

Nach dem Wecken um 2.30 Uhr und einem hastigen Frühstück ging es dann gegen 3.30 Uhr los auf den Gipfel. Bei völliger Dunkelheit und mit Stirnlampe bewehrt begingen wir das erste Teilstück am Festigletscher entlang bis zum Festijoch. Dort mit Hilfe von Fixseilen in leichter Kletterei (II) hoch zum Festijoch.

Hier hatten wir die Wahl zwischen dem wesentlichen längeren Normalweg über den Hobärggletscher oder dem kürzeren, dafür mit 45 Grad recht steilen Festigrat. Aufgrund der optimalen Verhältnisse entschieden wir uns für den kürzeren Festigrat. Beim Firnsattel P 4479 stiessen diese beiden Routen dann wieder zusammen und es ging unschwierig hoch zum Gipfel.

Auf dem Gipfel selbst hatten wir bei fantastischem Wetter eine unglaubliche Rundumsicht auf die umliegenden 4000er und das Matterhorn.

Fazit zur Hochtour

Technisch wenig schwierig, aufgrund der Höhe und häufiger Höhenstürme jedoch konditionell sehr anspruchsvoll. Hat man – wie wir – nur eine Übernachtung in der Domhütte gebucht, steht nach dem Gipfel der Rückweg mit knackigen 3.100 Höhenmetern an.


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