Bergsteigen am Illimani in Bolivien

Tag 4 – Rückreise

Nach einem ungemütlichen Morgen ohne Kaffee packen wir unsere Zelte zusammen. Für die Familie des Trägers ist das ein echtes Ereignis. Sie schauen uns zu, wie wir unsere Sachen einpacken, und die Kleinsten helfen eifrig mit.

Illimani im NebelKurze Zeit später kommt das Taxi, welches uns nach La Paz zurückbringt. Es ist derselbe Fahrer, aber mit einem neuen Spiel: wie weit kann er am Abgrund fahren ohne abzustürzen? Als ihm das langweilig wird fängt er an, sich gleichzeitig noch mit German zu unterhalten. Ich versuche das mulmige Gefühl in meiner Magengegend zu ignorieren und geniesse noch mal die eindrückliche Landschaft. Der Illimani liegt unter einer Nebelglocke – wir haben wirklich Glück mit dem Wetter gehabt.

Irgendwann sind wir zurück in La Paz und bringen die geliehene Ausrüstung zurück. Als Dankeschön schenke ich German meinen Eispickel. Er selbst besass keinen eigenen und musste sich bisher immer für viel Geld ein altes, stumpfes Ding leihen. Ich hoffe, er wird ihm bei seinen vielen Touren gute Dienste leisten.

Ich selbst bin sehr froh, unter den Umständen wieder in einem Stück zurück zu sein. Dass ich nicht ganz oben auf dem Gipfel des Illimani war, spielt für mich keine Rolle – schliesslich ist es nur ein Berg. Und davon haben wir zuhause in der Schweiz eine ganze Menge.

Artikel kommentieren

Visit Us On Youtube