Test: Garmin’s neue GPS-Software Basecamp

Garmin hat heute mit dem Programm „Basecamp“ eine neue und kostenlose Planungs- und Auswertungs-Software für GPS-Geräte veröffentlicht. Der erste Test zeigt: ein grosser Wurf ist das sicher nicht.

Bei der Bedienung von Garmin’s Mapsource habe ich in der Vergangenheit bereits einige graue Haare bekommen. Daher las ich heute mit Freude von einer neuen und kostenlosen GPS-Software namens „Basecamp“. Voller Hoffnung habe ich sie also installiert und ausprobiert.

Garmin Basecamp 3DMeine Enttäuschung war jedoch sehr schnell sehr gross. Für einen ausführlichen Test hatte ich daher – unter Berücksichtigung meiner bisherigen grauen Haare – ehrlich gesagt keine Lust mehr.  Mir stellten sich dafür jedoch ganz grundsätzliche Fragen: welchen konkreten Nutzen bringt eine 3D-Ansicht? Und warum werden stattdessen immer noch nicht allgemein übliche Shortcuts (z.B. Space-Taste drücken um zum Handsymbol zu wechseln) verwendet? Diese würde die Bearbeitung von Routen wesentlich vereinfachen – eine 3D-Ansicht ist dagegen blosse Spielerei. Zudem erfordert sie einiges Experimentieren, bevor man den Bogen raus hat und es ruckelt gewaltig (selbst bei einem schnellen Rechner).

In Zeiten von Google Earth erscheint mir die Darstellung wie ein verzweifelter Versuch, jetzt endlich „auch in 3D zu machen“. Mal abgesehen davon dass dies sowieso Schnickschnack ist und keinen echten Mehrwert bringt. Es lenkt sogar eher davon ab, ein gedrucktes Kartenbild vor seinem inneren Auge in 3D zu interpretieren und damit die Route zu verinnerlichen.

Die restlichen Updates (Kamerafahrt der Routen oder Geotagging von Fotos) sind aus meiner Sicht auch nicht der Rede wert. Dies sind keine wirklichen Innovationen und Google Earth kann das wesentlich besser. Und es sieht dazu noch schicker aus.

Fazit

Der alte Garmin-Wein im neuen 3D-Schlauch – eine verpasste Chance, grundlegend einmal die Usability des Programms zu optimieren. Sehr schade!


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