Stirnlampe Petzl Myo XP Belt im Test

Frisch vom Postboten habe ich meine neue Petzl Stirnlampe Myo XP Belt geliefert bekommen. Was das Teil kann, erfahrt ihr im folgenden Test.

Die Petzl Stirnlampe Myo XP gibt es in zwei Versionen: bei der normalen Version wird das Batteriefach am Hinterkopf getragen, bei der Version „Belt“ hingegen mit einem Kabel verbunden am Gürtel oder in einer Tasche. Dies hat den Vorteil, dass die Batterien unter der Kleidung nahe am Körper getragen werden, was die Leistungsdauer der Batterien bei grosser Kälte wesentlich verlängert. Zudem wird das Gewicht der Lampe am Kopf auf ein Minimum reduziert. Dies sorgt bei besonders intensiven Bewegungen wie z.B. Laufen oder Mountainbiken für wesentlich mehr Tragekomfort und Stabilität der Lampe am Kopf.

Der Lampenkörper der Myo XP

Petzl Myo XP Belt ReflektorDer Lampenkopf der Petzl Myo XP lässt sich um fast 90 Grad nach unten kippen. Die Mechanik macht einen stabilen Eindsruck und hält auch bei Bewegung zuverlässig den eingestellten Winkel. Für den Transport wird die Lampe einfach wieder zurückklappt. So sind die Schalter zuverlässig vor versehentlichem Einschalten geschützt.

Die gummierten Schalter der Myo XP sind ziemlich klein ausgefallen. Mit normalen Handschuhen hatte ich meine liebe Mühe, die kleinen Knöpfchen zu treffen. Mit dicken Winterhandschuhen wird das ganz schön fummelig.

Der mittlere Knopf schaltet durch ein- oder mehrmaliges Drücken die vier verschiedenen Leuchtmodi an: Maximal, Optimal, Economy und den Blinkmodus. Neben dem Hauptschalter gibt es noch einen kleinen Boost-Schalter, der auf Druck für max. 20 Sekunden 50% mehr Licht als im Maximal-Modus erzeugt. Danach schaltet die LED aufgrund der Hitzeentwicklung automatisch ab.

Batterien

Die Petzl Myo XP Belt wird mit drei AA-Batterien oder -Akkus betrieben. Ein Vorteil daran ist, dass dieser Batterietyp fast überall erhältlich ist. Ausserdem verwenden oft auch GPS-Geräte diesen Batterietyp, wodurch man Batterien zwischen den Geräten notfalls austauschen kann. Petzl Myo XP Belt BatteriefachBei einer mehrtägigen Tour müssen so nicht verschiedene Batterien mitgeführt werden. Für mich ein nicht unwesentlicher Entscheidungsgrund für die Myo XP von Petzl.

Das Batteriefach ist mit einer Schutzhülle zum Drüberstülpen recht einfach gehalten, reicht aber vollkommen aus. Wasserdicht ist es nicht, sollte jedoch Spritzwasser oder Regen fern halten.

Leuchtstärke der Petzl Myo XP

Die Leuchtstärke wird von Petzl mit 85 Lumen im Maximal-Modus, und 150 Lumen im Boost-Modus angegeben. Dies zu prüfen ist schwierig, die Lampe leuchtet im Maximal-Modus aber wirklich extrem hell. Im Boost-Modus kann man noch ein ganzes Stück weiter leuchten. Das Schöne am Lichtkegel der Myo XP ist, dass die Lampe den Weg vor sich sehr breit ausleuchtet, jedoch dabei immer einen sehr hellen Lichtfokus für die Fernsicht hat. Braucht es weniger Fernsicht, beispielsweise beim Kochen, kann der normalerweise gebündelte Lichtstrahl mittels einer hochklappbaren Streuscheibe, nun ja, gestreut werden.

Leuchtdauer der Petzl Myo XP

Die Leuchtdauer wird von Petzl wie folgt angegeben:

– Maximum: 80h
– Optimum: 100h
– Economic: 180h

Petzl Myo XP Belt LampeSelbst getestet habe ich diese Angaben nicht. Ich würde aber mal ein Drittel der Hersteller-Angaben abziehen, dann sollte man einen realistischen Wert erhalten. Sehr praktisch bei der Petzl Myo XP ist die eingebaute Batteriestandsanzeige links vom Einschaltknopf. Eine kleine LED leuchtet bis 70% Ladung der Batterien grün, und bis 10% orange. Darunter wird automatisch in den stromsparenden Economic-Modus geschaltet. Ein kurzes Blinken der Lampe zeigt dem Träger, wenn eine der Ladungsgrenzen unterschritten wird.

Fazit

Die Petzl Myo XP ist eine super verarbeitete Stirnlampe mit den üblichen Leuchtmodi. Die Belt-Version dürfte sicher aufgrund des geringen Gewichts am Kopf interessant für Nacht-Läufer und -Mountainbiker sein, sowie für den Einsatz im Winter oder in sehr kalten Regionen. Dort hat man jedoch meistens Handschuhe an und mit denen wird die Bedienung der kleinen Knöpfe doch recht fummelig.

Dem Nutzer in unseren Breitengraden würde ich die normale Version mit dem Batteriefach am Kopf empfehlen, da die Belt-Version hier wenig Sinn macht und das Kabel schon recht nerven kann. Die Myo XP ist selbst im Economic-Modus wirklich extrem hell, also für alle geeignet, die viel Licht brauchen und sich einen potenten Photonenwerfer an den Helm schrauben wollen.
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Dieser Artikel gibt die persönliche Meinung des Autors über das beschriebene Produkt wider. Er wurde ohne finanzielle Interessen oder Einflussnahme durch den Hersteller erstellt und soll als neutrale Orientierungshilfe für Leser dienen.


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