Stirnlampe Mammut X-Zoom im Test

Rechtzeitig zur dunklen Jahreszeit habe ich meine neue Stirnlampe X-Zoom von Mammut erhalten. Vergangene Woche konnte ich sie nachts auf dem Biketrail Üetliberg testen. Und ich sage euch: das Teil brennt tiefe Löcher in die Nacht!

Für die X-Zoom von Mammut müsste eigentlich eine neue Kategorie erfunden werden, etwa „Stirnfluter“ oder „Photonenwerfer“. Die Helligkeit der Stirnlampe ist wirklich beeindruckend. Doch die Mammut X-Zoom kann noch mit weiteren Pfunden wuchern.

Stirnlampe Mammut X-Zoom

Mammut X-Zoom - LampenkopfDie X-Zoom von Mammut ist meines Wissens die erste LED-Stirnlampe, bei der man den Leuchtkegel stufenlos wie bei einer der „alten“ Halogen-Lampen einstellen kann. Durch einfaches Drehen des Frontrings – auch mit Handschuhen problemlos möglich – lässt sich der Lichtwinkel stufenlos zwischen 5° und 45° einstellen. So wird aus einem breiten, runden Lichtkegel für den Nahbereich ein fokussierter, rechteckiger (!) Spot, mit dem man weit entfernte Objekte verbrennen beleuchten kann. Vergleichbares habe ich noch bei keiner Stirnlampe gesehen!

Mammut X-Zoom - BatteriefachAuf der Rückseite des Batteriefachs bieten drei rote LED neben einer Batteriestandsanzeige auch eine Blinkfunktion. Dis ist hilfreich beim Biken oder auch wenn man nachts in einer Gruppe unterwegs ist.

Die roten LED auf der Rückseite können auch ohne das Frontlicht aktiviert werden. Durch Umdrehen der Lampe kann man so die Rücklichter auch als rote Nachtsicht-Lampe benutzen – zwar nicht sehr elegant, jedoch einigermassen praktikabel.

Die X-Zoom hat drei verschiedene Leuchtstärken, welche sich per Knopfdruck – ebenfalls mit Handschuhen möglich – einstellen lassen. Ein vierter Knopfdruck schaltet in den SOS-Blinkmodus. Die Stirnlampe blinkt hierfür genau sechs Mal pro Minute.

Mammut X-Zoom - LampeninnenseiteEin Manko – oder vielleicht auch Absicht – ist bei der Mammut X-Zoom die mangelnde Polsterung des Lampenkopfes und des Batteriefachs auf der Innenseite. Beim Tragen ohne Helm und weitere Kopfbedeckung drückt die Lampe nach kurzer Zeit unangenehm auf die Stirn. Hier gibt es Konkurrenzmodelle, welche wesentlich angenehmer zu tragen sind. Ich gehe davon aus, dass Mammut die Stirnlampe bewusst für Einsatzbereiche mit Helm (Alpinismus, Biken) konzipiert hat. Ansonsten hätten sie aus meiner Sicht klar an zusätzlichen Kundengruppen vorbeientwickelt.

Leuchtweite und -dauer (Herstellerangaben)

  • Spot-Light HIGH 120 m / 120 h
  • Spot-Light MID 85 m / 170 h
  • Spot-Light LOW 50 m / 300 h
  • Flood-Light HIGH 30 m / 120 h
  • Flood-Light MID 20 m / 170 h
  • Flood-Light LOW 10 m / 300 h

Vor- und Nachteile im Überblick

  • Stufenlos verstellbarer Lichtkegel
  • Sehr präziser Lichtkegel
  • Statusanzeige der Batterie
  • Akkutauglich
  • SOS-Blinkmodus
  • Sehr gut auch mit Handschuhen bedienbar
  • Batteriestandanzeige
  • Rote Rück-LEDs
  • Batteriefach spritzwassergeschützt
  • Für eine Stirnlampe mit 3AA-Batterien relativ leicht
  • Sehr teuer
  • Keine rote LED für Nachtsicht
  • Ohne Helm oder Mütze auf Dauer sehr unangenehm zu tragen

Fazit für die Mammut X-Zoom

Für Aktivitäten, wo tendenziell weniger Licht notwendig ist (z.B. Trekking, Jogging) gibt es im Hinblick auf den sehr hohen Kaufpreis und den Tragekomfort sicher gute Alternativen zur Mammut X-Zoom. Denn die Stirnlampe ist aus meiner Sicht klar für Tätigkeiten konzipiert, bei welchen viel Licht und ein Helm benötigt wird. In diesem Bereich angewandt ist die X-Zoom bezüglich Qualität, Funktionalität und Bedienbarkeit allerdings kaum zu schlagen und allemal ihr Geld wert.


2 Responses to “Stirnlampe Mammut X-Zoom im Test”

  1. Guter und umfassender Bericht zur Mammut X-Zoom. Herzlichen Dank für den Post und das gute Testurteil von euch…

    Grüsse
    Dominik

  2. Ehre, wem Ehre gebührt…

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