Der Daunenschlafsack Moonstone von Columbia im Test

Columbia hat seit 2012 auch Schlafsäcke im Sortiment, welche alle mit dem thermoreflektierenden Omni-Heat Futter ausgestattet sind. Wie schläft es sich in solch einem Schlafsack und was bringt die zusätzliche Isolierung?

Logo-ColumbiaDie neue Schlafsacklinie von Columbia bietet mit dem Reactor und dem Moonstone zwei Mumienschlafsäcke. Der wesentliche Unterschied zwischen beiden Modellen ist die Isolierung: der Reactor bietet die hauseigene Thermix-Isolierung während es den Moonstone nur mit Daunenfüllung gibt. Beide Modelle sind in verschiedenen Varianten bezüglich Reissverschluss-Seite, Länge und Füllgewicht erhältlich.

Was genau ist Omni-Heat?

Schlafsack-Moonstone-Omni-HeatAlle Schlafsäcke von Columbia sind mit dem thermoreflektierenden Omni-Heat Futter ausgestattet. Dieses Material basiert auf dem Prinzip der Wärmereflektion ähnlich der Rettungsdecken.

Kleine Folienpunkte auf der Innenseite sorgen für eine durchschnittliche Wärmezunahme von 20% gegenüber vergleichbaren Innenfuttern ohne zusätzliches Gewicht. Die vom Körper abgegebene Wärme wird reflektiert und erhalten, während Feuchtigkeit und übermäßige Wärme nach draußen abgeleitet werden.

Der Schlafsack Moonstone im Test

Das Omni-Heat-Futter kannte ich bereits von diversen Tests (siehe hier, hier und hier). Allerdings konnte ich mir nicht vorstellen, wie sich das Material direkt auf der Haut  in einem Schlafsack anfühlt. Also habe einen Praxistest mit dem Moonstone beim Klettern am Brüggler durchgeführt.

Schlafkomfort

Bekleidet war ich mit kurzer Unterwäsche, also nackten Armen und Beinen. Schlafsack-Moonstone-InnenfuellungEigentlich hatte ich erwartet an den Folienpunkten des Omni-Heat-Futters „kleben“ zu bleiben. Daher war ich doch überrascht, das sich das Omni-Heat Futter recht angenehm anfühlt. Von Kleben also keine Spur. Mein alter Helium 400 von Mountain Equipment – ebenfalls mit Daunenfüllung und im ähnlichen Temperaturbereich wie der Moonstone – hat einen Nylonstoff als Innenfutter. Und subjektiv betrachtet fühlt sich dieses weit weniger angenehm auf der Haut an als das weiche Omni-Heat.

Der Moonstone ist als sehr leichter Daunenschlafsack für Temperaturen um den Gefrierpunkt herum konzipiert. Bei rund 10 Grad in der Nacht war mir im Schlafsack deutlich zu warm weshalb ich ihn permanent geöffnet hatte. Entsprechend realistisch scheint mir die Temperaturangabe von Columbia zu sein. Wieviel Wärmegewinn jeweils durch Futter oder Daune beigetragen wurde kann ich allerdings nicht sagen.

Verarbeitungsqualität

Wie bei eigentlich allen Columbia-Produkten die ich bis jetzt getestet habe, ist die Verarbeitungsqualität sehr gut.

Schlafsack-Moonstone-KapuzeDie Nähte sind dicht gewebt und es kommen hochwertige YKK-Reissverschlüsse zum Einsatz.

Das daunendichte Aussenmaterial besteht aus dem extrem leichten und reissfesten 15D Ripstop. Dieses ist nur leicht wasserabweisend, man muss (wie bei allen Daunenschlafsäcken) also auf Feuchtigkeit von aussen achten.

Die Füllung besteht aus hochwertigen Gändsedaunen (90/10) mit erstaunlichen 800 cuin. Im Vergleich dazu bietet mein Helium 400 lediglich 650 cuin.

Packmass & Gewicht

Das Packmass ist mit 15 x 33 cm schön klein, das Gewicht mit nachgewogenen 725 Gramm inklusive Packsack ebenfalls sehr niedrig.

Weitere Details

  • Daunengefüllter Kragen
  • Selbstleuchtende Tunnelabdeckung
  • Kleine Aussentasche mit Reissverschluss
  • Kompressionssack

Fazit

Mit dem Moonstone bekommt man einen Daunenschlafsack mit sehr hochwertiger Füllung und Verarbeitung. Schlafsack-Moonstone-PackmassDas kleine Packmass und das niedrige Gewicht prädestinieren ihn dabei für längere Touren in eher kühleren Gefilden. Das Innenfutter ist sicherlich Geschmackssache – das Prinzip funktioniert jedoch erwiesenermassen. Wer also zusätzliche Wärmeleistung ohne zusätzliches Gewicht möchte, sollte sicher mal in Columbia-Schlafsäcken probeliegen.


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