Wasserdichte Daunenjacke Luster Down Jacket von Columbia im Test

Es gibt nichts Besseres zur Kälteisolation als Daune. Der Nachteil dabei ist, dass Daune sehr anfällig für Nässe ist und in nassem Zustand kaum noch wärmt. Columbia hat mit der Luster Down Jacket die Vorteile der Daune mit einer wasserdichten Membran kombiniert. Wie praxistauglich die Daunenjacke ist, habe ich direkt ausprobieren können.

Columbia Luster Down Jacket_GesamtansichtDie Daunenjacke Luster Down Jacket ist gegen äussere Witterungseinflüsse mit Columbia’s hauseigener Membran Omni-Tech® ausgestattet. Die Wasserdichtigkeit von 10.000 mm Wassersäule sowie versiegelte Reissverschlüsse sorgen dafür, dass ihr von aussen trocken bleibt.

Als Füllung verwendet Columbia 90% Daunen (10% Federn) mit einer Bauschkraft von 700 cuin, was schon ordentlich warm hält. Innen kommt die neue Omniheat®-Isolierung zum Einsatz, die nochmal 20% mehr Wärmeisolation als eine vergleichbare Jacke ohne den Innenliner verspricht.

Tragekomfort

Was zuerst auffällt, ist das niedrige Gewicht der Luster Down Jacket mit nachgewogenen 1042 Gramm. Entsprechend luftig leicht ist der Tragekomfort der Daunenjacke. Die gefütterte Kapuze schliesst gut ab und der Schirm lässt sich mittels Draht sehr gut justieren. Columbia Luster Down Jacket - VerarbeitungDie Bündchen lassen sich durch den Klettverschluss dicht abschliessen. Die Jackentaschen sind innen mit weichem Fliess ausgestattet und es gibt ein kurzes Schlüsselband mit Haken – gute Idee!

Die Innenisolierung trägt sich angenehmer auf der Haut, als man von kleinen Alu-Punkten erwarten würde. Wird es zu warm, transportiert das Fliess zwischen den Isolationspunkten die Feuchtigkeit weg von der Haut. Zudem kann man beidseitig unter den Armen einen Reissverschluss zur Belüftung öffnen. Macht sicher Sinn und habe ich bei einer Daunenjacke so auch noch nicht gesehen.

Einsatzbereich

Richtig gemütlich ist das Luster Down Jacket sicher, wenn es draussen richtig ungemütlich ist. Kälte um den Gefrierpunkt, Nieselregen und Wind werden euch mit dieser Daunenjacke sicher nicht daran hindern, nach draussen zu gehen.

Columbia Luster Down Jacket - UnterarmbelüftungFür herbstliche Temperaturen fand ich die Daune dagegen schon etwas zu warm. Zwar kann man die Jacke und auch die Unterarm-Belüftungen öffnen, an den gut gefütterten Armen sammelt sich jedoch der Schweiss. Und hier kommen wir zum einzigen Knack- bzw. Kritikpunkt an der Luster Down Jacket.

Sobald man mit der Jacke aktiv ist und man in’s Schwitzen kommt, sammelt sich die Verdunstungsfeuchtigkeit in der Daunenisolierung, bzw. an der Innenseite der Membran. Zwar ist diese atmungsaktiv, wird aber (wie übrigens keine Membran auf dem Markt) kaum sämtliche Feuchtigkeit diffundieren können. Somit besteht die Gefahr, dass die Daune zwar nicht von aussen, dafür aber von innen feucht wird und ihre Isolationsfähigkeit verliert. Damit bleibt der Einsatzbereich aus meiner Sicht auf wenig aktive Tätigkeiten beschränkt.

Vor- und Nachteile

  • Hochwertige Daunenfüllung
  • Robuster, wasserdichter Aussenstoff
  • Getapte Nähte und wasserdichte Reissverschlüsse
  • Zusätzliche Wärmeisolierung durch Omniheat
  • Sehr niedriges Gewicht
  • Hochwertige Reissverschlüsse von YKK
  • Sehr saubere Verarbeitung
  • Recht begrenzter Einsatzbereich
  • Statische Aufladung von Wollshirts, wenn man diese drunter trägt

Fazit

Die Luster Down Jacket von Columbia vereint die Vorteile der Isolationsfähigkeit von Daune mit einer wasserdichten Aussenmembran. Wer es etwas engagierter und aktiver angeht, fährt sicher mit einer Kombination von Kunstfaser + Hardshell besser. Aber alle, die beispielsweise mit dem Hund in nasskaltem Wetter unterwegs sind, lange in der nasskalten Feuchtigkeit ausharren müssen oder sich im Nassschnee auf der Skipiste wälzen, werden an dieser Daunenjacke sicher ihre helle Freude haben.


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