Daunenjacke Broad Peak II Jacket von Mammut im Test

Einen Gipfel kann man erst so richtig geniessen, wenn einen Wind und Kälte nicht ablenken. Daher macht eine leichte, klein verpackbare und vor allem warme Isolationsschicht auf Touren Sinn. Mit der Daunenjacke Broad Peak Jacket von Mammut liegt ihr dabei goldrichtig, wie der folgende Test zeigt.

Das Mammut Broad Peak 2 Jacket im Praxis-Test

Mammut Broad Peak Jacket 2

Die Daunenjacke Broad Peak 2 von Mammut kommt ohne grossen Schnickschnack daher und ist sehr auf die reine Funktionalität reduziert. Der Aussenstoff ist aus wind- und daunendichtem und sehr leichtem Pertex Quantum®. Wasserabweisend ist dieser Stoff ebenfalls, allerdings wird das nur für ganz leichtes Nieseln gelten.

Wirklich phänomenal an der Mammut Broad Peak Jacket ist das geringe Gewicht von nur 416 nachgewogenen Gramm (Mammut gibt das Gewicht mit offiziell 350 Gramm an). Ausgezeichnet ist auch die hohe Isolationsfähigkeit. Daune hat das beste Wärme-zu-Gewichtsverhältnis und ist es nicht gerade 20 Grad unter Null, reicht die Isolation völlig aus.

Mammut Broad Peak 2 PackmassDie Daunenjacke lässt sich zudem in die Brusttasche packen und erreicht so ein extrem kleines Packmass. Ich hatte sie sowohl im Illimani-Basecamp als auch auf diversen Touren in den Alpen dabei und sie passt immer irgendwo noch in den Rucksack.

Herstellerangaben zum Mammut Broad Peak 2 Jacket

  • 1 Brusttasche mit Reissverschluss
  • Jacke in der linken Vordertasche verstaubar
  • 2-Wege-Front-RV von YKK mit Windleiste
  • 2 seitliche Eingriffstaschen
  • Einhändig verstellbarer Saumkordelzug
  • Gefüllt mit 110g 90/10er Gänsedauen
  • 650 cuin Fillpower

Einsatzbereich des Mammut Broad Peak 2 Jacket

Mammut Broad Peak 2 Pertex QuantumDie Daunenjacke ist ideal als Isolationsschicht für Ruhepausen, z.B. beim Klettern, geeignet. Man kann sie bei trockenem Wetter durchaus auch solo tragen und hat immer wohlig warm.

Definitiv abraten würde ich davon, sie während anstrengenden Aktivitäten unter einem Hardshell oder auch nur solo zu tragen. Das Kondenswasser wird vom Aussen- und Innenstoff irgendwann aufgesaugt und die Feuchtigkeit dringt an die Daunen. In nassem Zustand wärmen diese nicht mehr, klumpen zusammen und sind nur schwer wieder zu trocknen. Also die Jacke unbedingt trocken halten!

Vor- und Nachteile im Überblick

  • Extrem klein verpackbar
  • Extrem leicht
  • Hohe Wärmeleistung
  • Dicht und hoch schliessender Kragen
  • Handwärmetaschen
  • Hoher Preis
  • Feuchtigkeitsempfindlich (wie alle Daunenprodukte)
  • Unsaubere Verarbeitung: Reissverschluss der Pack(Brust-)tasche hakt manchmal von innen

Mammut Broad Peak 2 Jacket Unsaubere Verarbeitung

Fazit zur Mammut Broad Peak 2 Jacket

Das Fazit meines Tests fällt ziemlich kurz aus: perfektes Lieblingsteil, trotz ab und an von innen hakendem Reissverschluss der Packtasche! Wer das Geld übrig hat, macht mit dem Mammut Broad Peak 2 Jacket sicher nichts falsch.


4 Responses to “Daunenjacke Broad Peak II Jacket von Mammut im Test”

  1. Ich interessiere mich für die Mammut Broad Peak 2 und die Arcteryx Atom LT Jacket.

    Frage zur Mammut: Wenn ich die Jacke Wasche, dann werden die Daunen doch auch nass. Hatte früher eine normale Daunenjacke. Nach dem Waschen kam sie in den Trockner mit ein paar Tennisbällen. Ist Feuchtigkeit so ein Knockout Kriterium?
    Bezieht sich das trocknen auf unterwegs?

    Frage zur Arcteryx: Sie soll laut einem Kommentar sehr schnell ihre Wärmeleistung verlieren. Mir gefällt, dass sie durch DWR Wasser unempfindlich ist.

    Die Jacke soll alleine getragen werden können und unter einer Hardshell.

    Ich hoffe, dass der Eintrag hier richtig ist.

  2. Das Trocknen der Daunen bezieht sich auf unterwegs, ja. Die Broad Peak 2 kann man auch waschen – würde hier aber Handwäsche empfehlen und dann mit den bewährten Tennisbällen in den Trockner.

    Zur Arcteryx: der Kommentator hatte die Jacke offenbar sehr häufig getragen. Da kann es gut sein, dass sich das Material nicht mehr so bauscht wie am Anfang. Gerade, wenn sie mit Rucksack getragen wird. Meine eigene Arcteryx ist nach wie vor super im Schuss und ich kann sie für Deine angefragten Einsatzbereiche (alleine getragen und unter dem Hardshell) nur empfehlen.

  3. Hi, danke für die kurze Einschätzung der Jacke.

    Ich bin derzeit auf der Suche nach einer solchen Jacke.

    Habe ebenfalls die Atom LT von Arcteryx.
    Und würde gern zusätzlich etwas haben was definitiv wärmer als die Atom LT ist bzw. bei Ruhephasen einfach mehr Wärmeleistung hat.

    Bis wie weit unter null lässt sie sich deiner Meinung nach tragen? Hält sie bei -10 noch warm?

  4. Hallo Paul

    Ich trage die Broad Peak beispielsweise bei Skitouren für die Gipfelrast. Wenn Du noch einen Windschutz darüber anhast dann hält die Broad Peak auch bei -10 Grad noch warm. Das ist aus meiner Sicht aber schon die Grenze. Wenn es tendenziell auch kälter werden kann, würde ich Dir eher eine dickere Daunenjacke empfehlen.

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