Berghaus Mount Asgard Jacket im Test

Über die Bergfreunde habe ich die Möglichkeit erhalten, das Mount Asgard Jacket der neuen Berghaus EXTREM-Kollektion vorab zu testen. Einen ersten Eindruck dieser hochtechnischen 3-Lagen-Gorexjacke konnte ich bei einer Schneeschuhtour im Föhnsturm gewinnen und möchte damit natürlich nicht hinterm Berg halten.

Berghaus Mount Asgard JacketDie EXTREM-Asgard Kollektion wurde bei Berghaus vom internen Innovationsteam MtnHaus mit sehr grossem Aufwand während der vergangenen 1, 5 Jahre entwickelt. Die Prototypen wurden unter extremsten Verhältnissen am Mount Asgard in der Arktis und von erfahrenen Bergführern in den Alpen getestet.

Herausgekommen ist ein hochtechnisches Hardshell für höchste Ansprüche. Das verwendete GORE-TEX Pro Shell macht das Mount Asgard Jacket dabei mit nachgewogenen 370 Gramm zur leichtesten 3-Lagen-Goretex-Jacke auf dem Markt bei gleichzeitig höchster Robustheit.

Herstellerangaben von Berghaus zum Mount Asgard Jacket

  • 2-Wege Frontreißverschluss
  • Stretcheinsätze an den Ärmelbündchen
  • 3D-Taschenlösung für zusätzliche Belüftung
  • Stretcheinsätze an den Ärmelbündchen
  • Versteckter Schnürzug im Saum verhindert versehentliches Verhaken an der Kletterausrüstung

Das Berghaus Asgard Jacket im Praxistest

Ungewöhnlich für ein Hardshell ist beim Mount Asgard Jacket das Fehlen der klassischen Lüftungsöffnungen unter den Armen. Hier befindet sich lediglich ein viereckiger roter Einsatz.

Berghaus Mount Asgard Jacket 3D-ReissverschlüsseGelüftet wird stattdessen über 3D-Öffnungen an der Vorderseite: die Streifen des Reissverschlusses sind hierbei unterschiedlich lang. Beim Öffnen stellt sich dadurch der hintere Teil der Jacke leicht aus, was wie ein Windfänger funktioniert. Sichtbar ist das Ganze kaum, aber die Lüftung funktionierte auf meiner Tour einwandfrei.

Auch die Passform der Jacke überzeugt: Die Ärmel sind ausreichend lang, um auch bei einem weiten Griff nach oben noch über die Handgelenke zu gehen. Ein langer Klettverschluss ermöglicht das winddichte Anpassen der Ärmelbündchen auch an dünnere Handgelenke.

Berghaus Mount Asgard Jacket SaumDer Rücken ist länger geschnitten und hat unten einen Gummizug, über welchen sich die Bundweite mit nur einer Hand anpassen lässt. Der Schnürzug im Saum ist dabei innenliegend, um das Verhaken mit Klettermaterial zu verhindern.

Die Kapuze der Berghaus Asgard Jacket verfügt über zwei farblich markierte, innenliegende Gummizüge, mit welchen man die Kapuze mit nur einer Hand verstellen kann. Berghaus Mount Asgard Jacket KapuzenverstellungMit dem weissen Zug verstellt man dabei die vordere Öffnung der Kapuze, mit dem roten Zug die Weite um den Hinterkopf. Der Schirm lässt sich mittels einem Draht verstellen.

Die Kapuze ist weit und hoch geschnitten und klar für die Kompatibilität mit Helmen ausgelegt. Diese passen ohne Probleme unter die Kapuze. Ohne Helm ist die Kapuze allerdings recht gross und passt nicht ganz optimal. Also unbedingt ausprobieren, falls man die Jacke ohne Helm tragen möchte!

Positiv aufgefallen ist mir ebenfalls die sehr solide Verarbeitung der Jacke. Sämtliche Nähte sind innen durchgängig sauber verklebt. An besonders beanspruchten Stellen wie z.B. den Öffnungen für die Verstellzüge sind die Nähte zudem gedoppelt.

Einsatzbereich des Mount Asgard Jackets

Die Berghaus Mount Asgard Jacket ist klar für Alpin- oder Eisklettern, Bergsteigen oder (Ski-)Hochtouren konzipiert.

Vor- und Nachteile im Überblick

  • Mit 350 Gramm unglaublich leicht
  • Extrem robustes Goretex Proshell
  • Kapuze und Saum der Jacke mit einer Hand einstellbar
  • Gute Lüftung durch innovative 3D-Lüftungsschlitze
  • Windleiste verfängt sich manchmal beim Zuziehen des RV
  • Etwas schwergängiger Reissverschluss
  • Kapuze lässt sich nicht verstauen

Fazit des ersten Praxistests

Das Berghaus Asgard Jacket ist ein hochtechnisches Hardshell für extreme alpine Einsätze. Massstäbe setzt die 3-lagige Pro Shell-Jacke in Sachen Gewicht und Funktionalität. Während meines ersten Praxistests habe ich ausser einem etwas schwergängigem Front-Reissverschlusses keine Nachteile feststellen können.

Ungeeignet ist die Jacke sicher für den alltäglichen Einsatz auf dem Fahrrad zur Arbeit. Alpinisten mit Ambitionen auf Grösseres oder Extremeres werden mit dem Berghaus Asgard Jacket jedoch sicher einen sehr guten Griff machen.


5 Responses to “Berghaus Mount Asgard Jacket im Test”

  1. Würde gerne wissen, in welcher Kategorie sich der Preis des Schmuckstücks einordnen lässt.

    Erbitte Rückantwort

    Mit sportlichen Grüßen
    Marie

  2. Hallo Marie

    Die Jacke wird wohl um die 375 Euro kosten.

  3. Hallo Marie und alle Interessierten,

    die ersten Teile der Kollektion sind bereits seit einigen Tagen bei uns im Shop erhältlich. Die Preise sind dort natürlich ebenfalls bekannt. Die Smock-Variante (ohne durchgängigen Reisverschluss) kostet knapp 300€.

    Es grüßen die Bergfreunde,
    Sebastian

  4. Hallo,

    ich suche eine Jacke, die ich im Winter zum Skifahren, zum Wandern, Klettern aber auch zum taeglichen Radfahren bei Wind und Wetter benutzen moechte. Warum ist da die Asgard nix? Was kannst Du empfehlen wenn man keine schwarze sondern eine blaue Jacke haben moechte (Bergans Glittertind?)?

    Gruss
    Ralf

  5. Hallo Ralf

    „Ungeeignet“ ist die Mount Asgard für Deine Zwecke nicht unbedingt, das habe ich im Text vielleicht etwas zu stark formuliert. Die Asgard ist halt weniger eine „Allround“-Jacke, sondern schon speziell auf alpine Aktivitäten zugeschnitten. Für den täglichen Gebrauch auf dem Fahrrad oder Wanderungen würde ich persönlich z.B. eine Jacke mit verstaubarer Kapuze bevorzugen und vielleicht eine günstigere 2-Lagen-Jacke nehmen. Das ist aber Geschmackssache und auch eine Frage des Geldbeutels. Grundsätzlich machst Du aber mit der Asgard nichts falsch – die macht alles mit.

    Schönen Gruss,
    Andreas

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